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Green-Score: die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln

Green-Score

Der Green-Score ist eine Umweltbewertung von A bis E, mit der sich die Auswirkungen von Lebensmitteln auf die Umwelt leicht vergleichen lassen.

Hinweis: Der Green-Score ist seit Ende 2024 der neue Name des Eco-Scores.

Warum ein Umweltpunkt?

Immer mehr Verbraucher sind besorgt über die Auswirkungen ihrer Lebensmittel nicht nur auf ihre Gesundheit, sondern auch auf die Gesundheit unseres Planeten. Dank des Nutri-Score ist es nun sehr einfach, beim Kauf von Produkten deren Nährwert zu berücksichtigen, aber es ist sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, ihren ökologischen Fußabdruck zu vergleichen.

Es ist dringend erforderlich, den Verbrauchern klare Informationen über diesen ökologischen Fußabdruck zu geben, damit sie mehrere Produkte einfach und schnell vergleichen können. Das ermöglicht die Umweltbewertung „Green-Score“.

Der Green-Score, ein Instrument für nachhaltigere Lebensmittel

Der Green-Score hilft Verbrauchern, die sich nachhaltiger ernähren möchten, indem er sie dazu ermutigt:

  • Essen Sie weniger, aber dafür hochwertigeres Fleisch
  • Essen Sie mehr Bio-Produkte und Produkte mit Qualitätssiegeln
  • Bevorzugen Sie lokale und saisonale Produkte mit wenig Verpackung
  • Essen sie weniger Produkte, die problematische Inhaltsstoffe enthalten (vom Aussterben bedrohte Fische, nicht nachhaltiges Palmenöl)

Was ist der Green-Score?

Der Green-Score basiert auf einem ähnlichen Modell wie der Nutri-Score: Es handelt sich um eine Bewertung von A bis E, die 15 Umweltauswirkungen zusammenfasst. Der Green-Score wird durch ein farbiges, blattförmiges Logo mit einem Buchstaben von A (sehr geringe Auswirkungen) bis E (sehr hohe Auswirkungen) dargestellt.

Grüner Score (Ökoscore)

Der Green-Score wird von einem Konsortium aus vielen Akteuren unterstützt, die sich für eine bessere Ernährung einsetzen.

Die Akteure des Green-Score-Kollektivs

Wie wird der Green-Score berechnet?

Der Benchmark-Punktestand: Lebenszyklusanalyse (LCA) mit Daten aus der Agribalyse-Datenbank

Für jede Produktkategorie wird anhand der von ADEME und INRAE entworfenen Daten der Agribalyse Umweltdatenbank eine Benchmark-Punktzahl erstellt. Diese Daten entsprechen der Lebenszyklusanalyse der Produkte (LCA).

Lebenszyklusbewertung (LCA)

Die Lebenszyklusanalyse ist eine standardisierte Bewertungsmethode zur Durchführung einer mehrstufigen Umweltbewertung und mehrerer Kriterien:

  • 6 Produktionsschritte: Landwirtschaft, Verarbeitung, Verpackung, Transport, Vertrieb und Verbrauch
  • 14 Umweltverträglichkeitsindikatoren: Klimawandel/CO2-Fußabdruck, Abbau der Ozonschicht, Ionisationsstrahlung, Boden, Wasser- und Energieverbrauch; Luft- und Meeres- und Süßwasserverschmutzung (Partikel, Versäuerung, Nährstoffeintrag); und Erschöpfung der Ressourcen.

Boni und Strafen um die Bewertung jedes Produkts zu verfeinern

Um bestimmte Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen, die in der Lebenszyklusanalyse (wie Biodiversität) und den Besonderheiten jedes Produkts in der gleichen Kategorie nicht völlig abgedeckt sind, wird die Punktzahl der Referenz mit Boni und Sanktionen belegt:

Produktionsart

Ein Bonus wird an Produkte mit offiziellem Label, einem Label oder einer Zertifizierung, die Umweltvorteile garantiert, vergeben (Bio, fairer Handel, HVE, Label Rouge, Bleu Blanc Cœur, MSC/ASC).

Herkunft der Inhaltsstoffe

Ein Bonus wird auf der Grundlage der Herkunft der Zutaten vergeben. Diese Bonus berücksichtigt die Auswirkungen auf den Transport und auch auf die Umweltpolitik der einzelnen Erzeugerländer.

Gefährdete Arten

Erzeugnisse, die wesentliche negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme haben, werden mit einer Strafe belegt, z. B. das Palmöl, dessen Produktion für die massive Entwaldung verantwortlich ist.

Art der Verpackung

Eine Strafe wird errechnet, um nachhaltige Verpackungen (Verwendung von recyceltem Rohstoff und Recyclingfähigkeit) und Verpackungsüberschuss zu berücksichtigen.

Ein erhöhter Bedarf an Transparenz, um Umweltauswirkungen besser zu bewerten und zu verringern

Um den Green-Score genau zu berechnen, sind Informationen erforderlich, die nicht unbedingt auf der Verpackung angegeben sind (wie beispielsweise die Herkunft und der genaue prozentuale Anteil jedes Inhaltsstoffs) oder die selten in nutzbarer Form verfügbar sind (wie beispielsweise eine Liste aller Bestandteile der Verpackung mit den genauen Arten der verwendeten Kunststoffe).

Durchschnittswerte werden verwendet, wenn diese Informationen noch nicht verfügbar sind, aber wir rufen nun alle dazu auf, uns bei der Erfassung dieser Informationen zu helfen, die für den Green-Score, aber auch für viele andere Zwecke sehr nützlich sein werden.



Wie kann man den Green-Score für Lebensmittelprodukte einsehen?

Scanne Produkte mit der Open Food Facts App

Mit der Open Food Facts App können Sie schnell den Green-Score von Produkten abrufen: Sie müssen lediglich deren Barcode scannen. Wenn du die Open Food Facts App bereits installiert hast, aktualisiere sie bitte auf die neue Version!

Der Green-Score in der Open Food Facts App

Der Green-Score ist oder wird in Kürze in den Apps der Startpartner verfügbar sein. Und Open Food Facts ist eine Wikipedia von Lebensmitteln, die jeder frei und kostenlos wiederverwenden kann. Die mehr als 100 Anwendungen, die die OFF-Datenbank nutzen, können ebenfalls den berechneten Green-Score anzeigen.

Vergleichen Sie den Green-Score von Produkten auf der Website Open Food Facts

Auf der Website Open Food Facts kann jeder den Green-Score von mehr als 750.000 in Frankreich verkauften Lebensmitteln einsehen und vergleichen. Die Ergebnisse jeder Suche zeigen die Ernährungsqualität mit dem Nutri-Score, ultra-verarbeitete Lebensmittel mit NOVA und die Umweltauswirkungen mit dem Green-Score. Der Green-Score wird in anderen Ländern eingeführt, sobald eine geeignete Green-Score-Berechnung verfügbar ist.

Der Green-Score von Fertiggerichten
Der Green-Score von Fertiggerichten auf Open Food Facts


Produkte nach Green-Score auf Open Food Facts klassifizieren und erkunden

Es ist auch möglich, die Produkte jeder Kategorie nach Green-Score zu sortieren und zu durchsuchen.

Produkte mit dem besten Green-Score Entdecken Sie Produkte von Green-Score

Und sehen Sie auf einen Blick den Green-Score der Produkte einer Kategorie oder einer Marke.

Green-Score von Fertiggerichten
Der Green-Score von Fertiggerichten. Klicken Sie hier, um die Produkte für jede Bewertung auf Open Food Facts anzuzeigen.

Erhalten Sie die Details zur Green-Score-Berechnung für alle Produkte

Für jedes Produkt können Sie über einen Link die vollständigen Details zur Berechnung des Green-Score-Wertes anzeigen.

Und wenn Informationen fehlen, kann sie jeder hinzufügen: der Hersteller des Produkts, aber auch alle Bürger, denen Klima Umweltschutz und Transparenz am Herzen liegen.

Jeder kann die Informationen zur Berechnung des Green-Scores ausfüllen


Wie der Green-Score die Verbesserung von Produkten und die Verringerung ihrer Umweltauswirkungen fördern kann

Der Green-Score hat zwei Hebel:

  • Mit dem Green-Score können Verbraucher eine fundiertere Entscheidung treffen, indem sie die Umweltauswirkungen von Produkten als Auswahlkriterium berücksichtigen.
  • Der Green-Score motiviert Hersteller außerdem dazu, ihre Produkte zu verbessern, um eine höhere Green-Score-Bewertung zu erreichen.

Das ultimative Ziel ist es, dass Hersteller den Green Score ihrer Produkte verbessern, da dies allen Verbrauchern zugute kommt.

Die Energieeinstufung von Haushaltsgeräten hat den Markt grundlegend verändert (versuchen Sie einmal, einen Kühlschrank der Klasse E oder gar D oder C zu finden!). Die Demokratisierung von Nutri-Score hat zudem viele Hersteller dazu ermutigt, die Ernährungsqualität ihrer Produkte zu verbessern, um eine bessere Bewertung zu erhalten (bis zu dem Punkt, dass einige französische Hersteller sogar an Bushaltestellen damit prahlen, wie Brossard mit seiner Savane Torte).

Um Produktverbesserungen zu fördern, analysiert unsere -Plattform für Hersteller automatisch Daten, die von Herstellern zur Verfügung gestellt werden, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Die Plattform identifiziert somit alle Produkte, die durch eine leichtere Änderung in der Zusammensetzung einen besseren Nutri-Score-Wert erhalten würden (zum Beispiel eine Verringerung des Salzgehalts um 5 %).

In Kürze wird die Plattform Vorschläge zur Verringerung der ökologischen Auswirkungen und zur Verbesserung des Green-Scores unterbreiten können (z. B. durch die Verwendung von besser recycelbarem Kunststoff für Verpackungen oder durch den Ersatz von Palmöl durch ein anderes Öl).



Wie können wir mehr darüber erfahren und wie können wir zur Entwicklung des Green-Score beitragen?

Jeder ist herzlich eingeladen, uns dabei zu helfen, mehr Transparenz zu schaffen, Verbraucher aufzuklären und Produktverbesserungen durch Green-Score zu fördern.

Der Green-Score ist noch jung und kann sicherlich verbessert werden. Angesichts der Klima- und Umweltkatastrophe erscheint es uns jedoch wichtig, sie jetzt zur Verfügung zu stellen.

Durch unsere Zusammenarbeit werden wir in der Lage sein, den Green-Score schrittweise zu verbessern, seine Formel zu verfeinern und die für seine Berechnung erforderlichen Daten zu sammeln.

Ihr Feedback, Ihre Beobachtungen und Anregungen sind ein sehr wertvoller Beitrag für uns.

Open Food Facts ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von Zehntausenden Freiwilligen unterstützt und von einem gemeinnützigen Verein mit 3 Mitarbeitern geleitet wird. Open Food Facts ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von Zehntausenden Freiwilligen unterstützt und von einem gemeinnützigen Verein mit 3 Mitarbeitern geleitet wird. Vielen Dank! ❤️

Spenden


Ein großes Dankeschön

Danke an die Teams von ADEME, l'INRAE und alle Agribalyse Partner für die Einrichtung dieser einzigartigen Umweltdatenbank und deren Veröffentlichung bei Open Data.

Vielen Dank an alle, die an der Erstellung eines gemeinsamen Green-Score beteiligt waren.

Danke an die Organisatoren und Freiwilligen von Data For Good die die Algorithmen der künstlichen Intelligenz von Open Food Facts stark verbessert haben.

Wir danken der AFNIC-Stiftung für ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Green-Score in Open Food Facts.

Danke an Santé publique Francee (Französisches Gesundheitswesen) für ihre entscheidende Unterstützung bei der Entwicklung der Plattform für Hersteller.

Und vielen Dank an alle Teilnehmer des Open Food Facts Projekts, die seit mehr als 8 Jahren die Lebensmitteltransparenz fördern, um die Ernährung aller zu verbessern!



Referenzen